• Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Auf dem Schilk 10-12, 58675 Hemer

Bereits ein Jahr nach dem letzten „Jahrhunderthochwasser“ sollte ein weiteres die Feuerwehr mehrere Tage beschäftigen.

Für den Donnerstag kündigte der Deutsche Wetterdienst starke, aber nicht außergewöhnliche, Regenfälle im Märkischen Kreis an. Bis in die Abendstunden intensivierten sich die Niederschläge, so dass sich eine Gruppe der Löschgruppe Becke per SMS abstimmte sich um 19 Uhr am Gerätehaus für eventuelle Einsätze bereit zu halten.

Das diese unvermeidlich waren, erkannten die ersten Kräfte bereits bei ihrer Ankunft im Gerätehaus. Hier trat das Wasser der Oese schon über die Ufer und überflutete die Brücke am Gerätehaus. Kurze Zeit später wurde auch die Löschgruppe Becke mittels digitalem Funkmeldeempfänger (DME) und Sirene zum ersten Einsatzort gerufen. Mittels LF10 und privatem PKW ging es Richtung Hückings Hof. Leider befand sich der Einsatzleitwagen (ELW) zu dem Zeitpunkt in der Werkstatt, sodass mehrere Einsatzkräfte zu den Einsatzorten mit dem privaten PKW fahren mussten.

Auf dem Weg zum ersten Einsatzort machte das Löschgruppenfahrzeug (LF) noch halt am damaligen Restaurant zum Bären, auch hier stand der Keller unter Wasser, jedoch war das für den damaligen Besitzer nichts Neues und so hatte er in weiser Voraussicht eigene Pumpen angeschafft. Da in dem Gebäude jedoch der Strom ausfiel halfen diese nicht weiter und so deponierte die Löschgruppe den auf dem LF verlasteten Stromerzeuger kurzerhand auf dem Bürgersteig vor dem Restaurant und lies diesen von einem Feuerwehrmann überwachen, damit die Pumpen wieder laufen konnten. An der ersten gemeldeten Einsatzstelle waren die Garagen unterspült und hatten einen Öltank aufgespült, unverzüglich nahmen die Kräfte der Löschgruppe zwei Pumpen vor und versuchten der Lage Herr zu werden. Parallel alarmierte der Hausbesitzer die Ölwehr der Firma Lobbe, da eine Umweltverunreinigung nicht ausgeschlossen werden konnte. Nach Eintreffen der Ölwehr, übergab Einsatzleiter Hauptbrandmeister Lothar Köhring die Einsatzstelle an die Kollegen der Firma Lobbe.

Die nächsten Einsätze ließen nicht lange auf sich warten und nachfolgend wollen wir einige davon näher beschreiben.

Von Hückings Hof ging es direkt zur Straße An der Fußgängerbrücke, aus einem Kellerschacht in einem Einfamilienhaus drückte das Wasser in den Keller und hatte selbigen bereits einen Meter unter Wasser gesetzt. Mit Tauchpumpe und Wasserstrahlpumpe versuchten die Kameraden das Wasser zurück zu drängen. Der Erfolg zeigte sich nach einiger Zeit, jedoch drückte das von Ihmert herabfließende Wasser, immer neue Mengen in das Haus. Ein Abpumpen war nicht möglich, solange immer neues Wasser von den anderen Stadtteilen in die Oese floss, sodass hier die Einsatzstelle aufgegeben werden musste und am nächsten Tag erneut angefahren wurde.

Fast jede Einheit hatte an diesem Tag das „Vergnügen“ zur Grundschule in Ihmert zu fahren. Hier drückte Bergwasser immer wieder durch Kellerfenster in das Erdgeschoss der Grundschule. Nahezu stündlich fuhr eine Einheit der Feuerwehr Hemer hierhin, um Wasser abzupumpen. Auch wir mussten weit nach Mitternacht Richtung Ihmert ausrücken und dort mit Flitsche und Tauchpumpe das abermals eingedrungene Wasser entfernen, um größere Schäden an der Grundschule zu vermeiden.

Um 05:00 Uhr ging es dann für alle Löschgruppen der Feuerwehr zurück in die Gerätehäuser, Schlafen. Aufgrund der Kräftezehrenden und hohen Anzahl an Einsätzen, sollten sich alle Kameraden zwei Stunden ausruhen. Punkt 07:00 Uhr ertönten dann erneut DME und Sirene erneut und rissen die Kameraden aus dem Schlaf. Bereits in der Nacht fand sich eine Staffel, bestehend aus sechs Kräften, die mit Unterstützung ihrer Arbeitgeber, am nächsten Tag weiter für Einsätze zur Verfügung standen. Diese fuhr um kurz nach sieben Uhr Richtung Straße An der Schleuse, auch dort Stand ein Keller unter Wasser. Mittels Wasserstrahlpumpe wurde das Wasser aus dem Keller entfernt.

Zurück am Gerätehaus konnte unsere Staffel kurz innehalten und sich die immer noch lebensgefährliche Strömung in der Oese angucken.

Als einen der letzten Einsätze wurde die Löschgruppe Richtung Frönsberg geschickt, auch hier Stand ein Einfamilienhaus unter Wasser. Und auch hier ging es wieder mittels zwei Wasserstrahlpumpen dem Wasser an den Kragen.

Nach über 24 Stunden im Einsatz ging es dann gegen Mittag zurück ins Gerätehaus Becke, es gab keine weiteren Einsätze abzuarbeiten. Einen Zwischenstopp um eine kräftige Erbsensuppe zu sich zu nehmen wurde noch an der Feuer- und Rettungswache in Westig eingelegt, ehe die Einsatzkräfte der Löschgruppe Becke völlig erschöpft Nachhause fuhren und nur noch ein Ziel hatten: Bett.

#Unwetter

Wetterwarnung für Märkischer Kreis :
Es ist zur Zeit keine Warnung aktiv.
0 Warnung(en) aktiv
Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 01/01/1970 - 00:00 Uhr

#Support

Paypal

15 €

per Spende

  • Ehrenamt unterstützen
  • Steuerlich abziehbar
  • ---
  • ---


#Statistiken

Heute47
Gestern23
Diese Woche158
Dieser Monat657
Insgesamt162097

Besucher Info: Unknown - Unknown Donnerstag, 17. Oktober 2019
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen